eine Aussage, die wir uns auch in Indien wünschen. Aber, so wie die Gemeinde in Jerusalem nicht immer Gunst beim Volk hatte, sondern auch Verfolgung erlebte, ist es auch derzeit in Indien.

„Dienen“ kann so unterschiedlich aussehen und kann so unterschiedliche Reaktionen hervorrufen. Missionare dienen der indischen Bevölkerung, indem sie die Liebe Jesu sichtbar machen sehr oft durch sogenannte diakonische Hilfe. Dann erklären sie, wieso sie das machen und dass sie nur ausführen, was Gott ihnen aufgetragen hat, weil Gott gerade die Armen liebt. Und das benutzt der Heilige Geist wiederum, um ihnen Jesus zu offenbaren. Viele Menschen reagieren darauf und verlassen die Religion, die ihnen nicht helfen konnte und die sie zusätzlich in Ängsten gebunden hielt.
Da diese diakonischen Dienste ganz natürlich bedürftigen Menschen zunutze sind, sind es eben die Armen, die ihre Hoffnung auf Jesus setzen. Was wiederum den Menschen nicht gefällt, die bisher die Armut und Hoffnungslosigkeit von Menschen ausgenutzt haben und es auch weiter tun wollen.
Und deshalb reagieren viele von ihnen darauf mit Drohungen und Gewalt. Sie nutzen jeden Anlass zur Denunzierung. Und sie wiegeln die Massen auf, wie es uns auch aus der Apostelgeschichte vielfach berichtet wird.
Vielleicht fragt man sich angesichts der vielen Toten und Verletzten, ob man nicht alles beim Alten hätte belassen sollen. Ist das, was gut gemeint war, nicht ins Gegenteil ausgeschlagen?
Nein, es muss geholfen werden, selbst wenn es andere zunichte machen wollen. Das Evangelium muss verkündigt werden. Gott will retten. Der Feind will zerstören. Und das wird sichtbar. Der Teufel ist los. Aber wir lassen uns von ihm nicht ins Bockshorn jagen. Er ist schon besiegt. Wie dienen wir aber jetzt?
Wir verstärken die Anstrengungen! Wir beten und fasten für unsere Geschwister; wir schreiben Petitionen an die Regierung; wir sammeln Geld, um mit Hilfsgütern unseren Geschwistern in den Lagern zu helfen oder Wiederaufbauhilfe für Tausende von zerstörten Häusern und Kirchengebäuden zu leisten. Das geschieht in unseren Hausgemeinden in Nordindien, im Trainingscenter in Chandigarh, aber genauso hier in Deutschland.
Aber wir sind auch weiter in dem treu, was der Herr uns schon anvertraut hatte:
Die Kinder im Kinderheim sind so froh, dass man sich auch weiterhin gut um sie kümmert. Das Geschwister-Terzett Narayan, Inder Vanshi und Krishna hat hier die Verantwortung. Alle Kinder haben inzwischen Paten, die für sie beten und sie monatlich finanziell tragen.
Ab Januar geben wir wieder zwei Kindergärten komplett in einheimische Hände. Die Hausgemeinden tragen dann die finanziellen Lasten. Da die Anzahl der Unterstützer zunimmt, wollen wir ebenfalls zu Jahresanfang gleich 3 neue Kindergärten starten.
In Monat November ging der geplante Kindergarten unter den Irula in Betrieb. Wir preisen den Herrn, dass er nun auch uns gebraucht, seine Vision für diese Volksgruppe zu erfüllen.
Ein Glaubensprojekt ist nach wie vor das Trainingscenter in Chandigarh. In diesem Jahr hat sich Gott zu unserem Glauben gestellt und uns mit den nötigen Mittel versorgt. Wir glauben, dass das auch im nächsten Jahr sein wird. Wir suchen noch Gemeinden oder Personen, die die Monate März – Dezember mit je 600 Euro übernehmen. Wir säen in Menschen, die bereit sind, auf den reifen Erntefeldern in Indien die Ernte einzuholen.

Gott segne euch für alle Opfer, die ihr wegen des Evangeliums aufbringt.

IN.touch, Oktober 08