Der Hinflug mit Zwischenlandung in Doha (Qatar Airways) verlief ohne Zwischenfälle. Wie üblich nahm ich dort ein Taxi zum Busbahnhof und von dort einen Bus nach Chandigarh. Die Auto-Riksha brachte mich nach Panchkula. Es war schön, Pastor F., seine Familie und die Kinder im Kinderheim wiederzusehen. Die Kinder scheinen sich in der Obhut der Pastorenfamilie sehr wohl zu fühlen. Sonntags predigte ich in der kleinen Gemeinde, die Pastor F. leitet und montags reisten wir gemeinsam nach Nahan, das schon in den Bergen liegt. Vorher war noch das Ehepaar B. von Delhi zu uns gestoßen. Sie sollten auf meine Veranlassung mit einheimischen Christen eine Schulung durchführen. Die Quartiere, die der einheimische Leiter für uns ausgesucht hatte, waren sehr einfach.

Über die Schulung könnte ich mehrere Seiten füllen. Aber ich mache es kurz:

Sie war sehr unorgansiert – z.B. kamen ständig neue Leute dazu und die Essenszeiten wurden nicht eingehalten. Sie war sehr interessant für mich, der ich das Schulungsmaterial schon kannte, aber noch nie eine Schulung mitgemacht hatte. Sie war sehr fruchtbar, was mich bei aller Enttäuschung über Punkt 1 doch mehr als zufrieden stellte.

Anschließend verbrachte ich einen Tag bei Freunden in Ambala, die auch ein Kinderheim und eine Gemeinde leiten. Und danach gings per Flugzeug über Mumbai nach Hyderabad. Innerindische Flüge sind mit ca. 50 € bezahlbar. Hyderabad heißt Kinderheim AJ. Inzwischen sponsern Freunde von IN.touch bereits 18 Kinder dort. Auf der einen Seite des U-förmigen Gebäudes wohnen die Mädchen, auf der anderen die Jungs. Zur Schule geht’s per Jeep. Auch wenns davon 2 gibt, müssen die Jeeps bei insgesamt 40 Kindern 3 mal fahren. AJ wächst. Inzwischen gibt es je einen Computerkurs, eine Spoken English Kurs und einen Beautician Kurs für Erwachsene. Alle Teilnehmer erhoffen sich, danach Arbeit zu finden.

Ich konnte bei der gemeinsamen Andacht der Mitarbeiter und Teilnehmer ein paar geistliche Impulse weitergeben.

Von hier gings per Flugzeug nach Coimbatore. Pastor E. besuchte mich im Hotel Thaii und wir planten die beiden Tage, die ich dort sein würde. Kindergärten besuchen, mit Kinder und Eltern reden, bei einem Gottesdienst predigen. Und so geschah es. Zwei Dörfer konnten wir nur besuchen, indem wir einen Jeep mieteten, der uns durch ein Flussbett fuhr, das nicht sehr viel Wasser führte. Die Irulas sind eine der Stämme der indischen Urbevölkerung. Die Irulas sind meistens Analphabeten und Tagelöhner. Sie leben von Tag zu Tag. Auf die Schule vorbereitende Kindergärten sind für sie ok – es gibt ja für die Kinder auch etwas zu essen -, aber sie erkennen die Wichtigkeit nicht. Auch hier können wir gerne über Jesus reden. Der Geist Gottes tut den Rest.

Per Bus und Taxi ging es weiter nach Sulthans Bathery in Kerala. Dort erwartete mich Pastor T. der einen Kindergarten unter den Panniya betreut. Panniyas sind so wie die Irulas auch eine Gruppe der Urbevölkerung. In einer ihrer Kolonien betreiben wir den Kindergarten. Auch hier mit dem zweifachen Ziel: Etwas Gutes für die Kinder zu tun und auch das Evangelium weiterzugeben. Diese Mal nahmen wir das Motorrad von Pastor T. um die Panniyas zu besuchen. Ein paar der Kinder zeigten ein Bewegungslied, andere sagten ein Gedicht auf. Dann aßen wir gemeinsam und machten uns wieder auf den Weg. Abends hatte ich eine schöne gemeinsame Andachtszeit mit der Pastorenfamilie.

Dann war es Zeit die lange Rückreise anzutreten: Bus nach Coimbatore; Flug über Chennai nach Delhi und dann international weiter mit Qatar Airways über Doha nach Frankfurt.