Mädchen, die sexuell missbraucht wurden oder aus Familien kommen, in denen die Mutter als Prostituierte arbeitet, durchlaufen einen Prozess der Heilung und lernen danach einen Beruf (Computer, Handarbeiten, etc.) mit dem sie später ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Eine persönliche Patenschaft ist möglich, allerdings bleiben die Mädchen nur ca. 1 Jahr in unserem Programm. Ansonsten wird Ihre Spende für eines der Mädchen verwendet.

 

Die derzeit betreuten Mädchen sind die zweite Gruppe. Von den ersten Mädchen sind einige Christinnen geworden. 9 von 10 Mädchen habe bereits eine gut bezahlte Stelle gefunden.

 

Hier ein Bericht über die Lebensumstände eines der Mädchen:

 

N. ist am 10.10.2001 geboren und hat die Schule bis zur 7. Klasse besucht. Sie und ihre Familie sind Madiga (Volksgruppe) und haben hinduistischen Hintergrund.

Ihr Vater Nandu ist Alkoholiker und sorgt nicht für seine Familie. N´s Mutter Rajamani konnte das Leid zuhause nicht mehr ertragen und verließ die Familie als ein Freund ihr Hoffnungen auf einen guten Job in Mumbai machte. Als sie dort ankam realisierte sie, dass sie Menschenhändlern auf den Leim gegangen war. Sie wurde gezwungen als Prostituierte zu arbeiten und macht das nun schon 4 Jahre.

Die Mutter fort und der Vater sich nicht kümmernd landete Nandhini bei der Großmutter, die in einem Dorf im Warangal Distrikt in Adhra Pradesh lebt. Für die Großmutter war dies aber auf lange Sicht nicht tragbar, weshalb sie sich an die MAS wandte, eine Hilfsorganisation für das Rotlichtviertel.

Um N. vor dem gleichen Schicksal wie das ihrer Mutter zu bewahren, brachte die MAS sie zu uns, wo sie seither ist. Wie alle anderen Mädchen dort hat sie viel Seelsorge gebraucht um ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Jetzt lernt sie Kosmetikerin, um damit später ihren Lebensunterhalt zu verdienen.